Lama

Das Lama ist eine Art der Kamele. Es ist in den südamerikanischen Anden verbreitet und eine vom Guanako abstammende Haustierform.

 

Da alle amerikanischen Kamelverwandten (Alpaka, Vikunja, Lama, Guanako) fruchtbar untereinander kreuzbar sind, sind in den modernen Haustierbestand umfangreiche Hybridisierungen möglich und nach genetischen Analysen auch tatsächlich erfolgt. In jüngerer Zeit wurden Lama und Alpaka in großem Umfang miteinander gekreuzt, um Tiere zu erhalten, die größer und damit ertragreicher sind als Alpakas, aber die feinere und teurer bezahlte Alpakawolle liefern sollen.

 

Das Lama wird in unzugänglichen Regionen der Anden immer noch als Lasttier verwendet. Insgesamt werden in Südamerika heute etwa drei Millionen Lamas gehalten, vorwiegend wegen ihres Fleisches und ihrer Wolle. Doch auch außerhalb Südamerikas wird es inzwischen gezüchtet. Auch in Europa werden Lamas gezüchtet und die Wolle geschoren und verarbeitet.

 

Lamas spucken im Regelfall auf ihre Artgenossen und nicht auf den Menschen, um ihre Dominanz in der Herde zu zeigen, das Rangverhältnis zwischen den Artgenossen zu klären oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten. Dabei beweisen sie eine erstaunliche Treffsicherheit. Meistens wird halb verdauter Mageninhalt gespien, dies allerdings nur in kleinen Mengen. Die halbflüssige, grünliche Masse ist übelriechend, ansonsten aber harmlos und leicht abwaschbar. Gedeckte Lamastuten spucken aber auch Lamahengste an, um sie daran zu hindern, sie erneut zu decken. Dadurch lässt sich feststellen, ob die Lamastute tragend ist.