Damwild

Das Damwild stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde von den Römern nach Mitteleuropa und damit auch nach Deutschland gebracht. Da es sich den landschaftlichen Gegebenheiten sehr gut anpassen kann, ist es mittlerweile auf allen Erdteilen vertreten. Sein Lebensraum ist der Wald; es wird aber meist in Gehegen und Parks gehalten. In Deutschland lebt es in unterholzreichen Wäldern mitunter auch in freier Wildbahn.

Im Gegensatz zum kräftigen Rotwild ist das Damwild eher zierlich und grazil. Die männlichen Hirsche werfen im Frühjahr ihr Schaufelgeweih ab; das Geweih wächst jedes Jahr länger und ausladender nach und erreicht bei älteren Tieren eine imposante Größe.

 

Während der Brunftzeit im Spätherbst verteidigen die Hirsche ihr Revier, indem sie den Boden aufscharren, sich an Bäumen und Sträuchern reiben und ihr Reich mit Urin markieren. Durch heftiges Röhren locken sie die Weibchen zur Paarung an. Nach 230 bis 240 Tagen bringen die Hirschkühe meist ein, selten zwei Kitze zur Welt. Diese werden so lange versteckt gehalten, bis sie im Rudel mitlaufen können.