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Diamantfasan
Der männliche Diamant- oder Amherstfasan ist einer der schönsten
Vögel der Welt. Wegen seiner Farbenpracht wird er in seiner Heimat China auch
Blütenfasan genannt. Das Amherstweibchen ist mit seinem unauffälligen Gefieder dagegen
eher unscheinbar.
Der Diamantfasan lebt nur noch in Südwestchina, Teilen Birmas und
Tibets in freier Wildbahn. Außerdem wurde in Großbritannien eine kleine Population von
ca. 500 Vögeln ausgewildert. Er wird jedoch weltweit als Ziervogel gehalten.
Da er sehr scheu ist und sich nur in dichten Bambuswäldern und
dornigem Dickicht aufhält, ist über seine Lebensweise nur sehr wenig bekannt. Seine
Nahrung besteht aus Samen, Pflanzen, Knospen Insekten und Spinnen.
Den Namen Amherst erhielt dieser Vogel nach Lady Sarah Amherst, deren
Ehegatte zu Anfang des 19. Jahrhunderts in China als Diplomat arbeitete und einige
Exemplare dieses Fasans nach London schickte. |
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Goldfasan
Der Goldfasan wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erstmals von China
nach Europa eingeführt. In Großbritannien sind einige Vögel aus der Gefangenschaft
entflohen und konnten sich so auf freier Wildbahn fortpflanzen. Im übrigen Europa lebt
dieser Vogel ausschließlich in Gefangenschaft und wird von Vogelliebhabern wohl wegen
seines prächtigen Gefieders sehr geschätzt.
Der Goldfasan lebt das ganze Jahr über allein. Während der Balz- und
Paarungszeit im Frühjahr wirbt das Männchen mit grellen Schreien und einem
spektakulären Balztanz um das Weibchen. In Gefangenschaft werden die Eier an versteckten
Stellen abgelegt. Zur Brutzeit verlässt das Männchen die brütende Henne wieder und
überlässt dieser damit auch die Aufzucht der Jungen. Nach der dreiwöchigen Brutzeit
schlüpfen fünf bis zwölf Kücken aus den gelblichen Eiern und sind nach etwa vier
Monaten selbständig. |
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Jagdfasan
Den Jagd- oder Edelfasan findet man fast im ganzen europäischen Raum
(Ausnahme: Teile Süd- und Nordeuropas). Dieser ursprünglich vom schwarzen Meer stammende
Vogel - sein Name wird vom Fluss Phasis in Georgien abgeleitet - wurde bereits im
Mittelalter nach Europa gebracht und hier als Zier- oder Jagdvogel gehalten.
Der Fasan gehört zur Gattung der Hühnervögel und ernährt sich
hauptsächlich von Körnern, Früchten, Wurzeln und grünen Pflanzenteilen, aber auch von
Kleintieren und Insekten. Da er die Nahrung vorwiegend vom Boden aufpickt, hat er lange,
kräftige Beine, mit denen er schnell und weit laufen kann. Dafür ist er kein guter
Flieger. Sein Lebensraum ist in Auwäldern, Feldgehölzen und Ufersäumen mit Dickicht, wo
er offene Äsungs- und Balzplätze mit ausreichender Deckung vorfindet. Hier legt und
bebrütet er in Bodenmulden seine Eier.
Um die Schwankungen der Fasanenpopulation in freier Wildbahn
auszugleichen, werden die Vögel in so genannten Fasanerien gezogen und dann wieder
ausgewildert. |
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Königs-Glanzfasan Der männliche Königs-Glanzfasan gehört zu den
schönsten Erscheinungen in der gesamten Vogelwelt und gilt daher als ornithologische
Kostbarkeit. In freier Wildbahn lebt er im Bereich Ost-Afghanistan bis zu den Hochgebirgen
West-Chinas. Im Jahre 1854 wurde er erstmals nach Europa (London) gebracht und ist hier
wegen seiner Farbenpracht und Genügsamkeit bei Vogelfreunden und Züchtern sehr begehrt.
Da er in seiner Heimat nur sehr kargen Lebensraum vorfindet kann er in unserer Gegend auch
im Winter im Freien gehalten werden. Große Hitze und anhaltende Feuchtigkeit verträgt
dieser Vogel dagegen nicht.
Er ernährt sich, wie auch die meisten anderen Fasane hauptsächlich von Wurzeln,
Beeren, Samen sowie von Insekten. Seine Nahrung findet er, indem mit seinem starken
Schnabel den Boden aufwühlt. Im Gegensatz zu anderen Hühnervögeln scharrt er nicht mit
den Füßen.
Zu den Glanzfasanen, auch Monals genannt, gehören noch der weißschwänzige und der
grünschwänzige Glanzfasan. |
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Pfau
Der nur in Indien und Sri Lanka wild lebende Pfau ist wohl aufgrund
seines imposanten Aussehens weltweit als Ziervogel äußerst beliebt.
In der Mythologie seiner Heimat Indien spielt er eine große Rolle.
Dort gilt er als Vogel der Göttin des Lernens und des Kriegsgottes als heiliges Tier,
dessen Schrei nach dem Glauben der Inder Regen bringen soll.
Vor allem wegen des prächtigen farbenfrohen Gefieders des Hahnes wird
der Pfau gerne als Schmuckvogel gehalten. Die Federkrone auf seinem schillernd blauen Kopf
und seine bis zu 1,40 m langen Schwanzfedern verleihen ihm ein majestätisches Aussehen.
Während der Balz, aber auch ohne erkennbaren Grund schlägt der Pfauenhahn das berühmte
Pfauenrad. Dabei stellt er seine ca. 200 Schwanzoberfedern zu einem Fächer auf, so dass
die schillernden Pfauenaugen, die hypnotisierende Wirkung haben sollen, sichtbar werden.
Dabei tänzelt er ständig herum, damit er das Gleichgewicht halten kann, wenn der Wind in
seinen riesigen Fächer bläst.
Pfauen halten einen genauen Tagesrhythmus ein; am Morgen suchen sie
ihre Wasserstelle auf, den Tag verbringen sie mit Nahrungssuche auf dem Boden, bei
Einbruch der Dämmerung begeben sie sich wieder zur Wasserstelle und nachts schlafen sie
in Bäumen. |
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Truthuhn
Das Wildtruthuhn kommt in 21 US-Staaten vor und wird in seiner
domestizierten Form wegen seines Fleisches vor allem in muslimischen Ländern als Haustier
gehalten. Aber auch im mitteleuropäischen Raum wird es vor allem in Putenfarmen zur
Fleischerzeugung gehalten. In einigen Waldgebieten Mitteleuropas versuchte man, das
Wildtruthuhn auszuwildern. Die nordamerikanischen Indianer züchteten das Truthuhn bereits
vor 1000 Jahren.
Das Äußere dieses großen Vogels, besonders das der Hähne ist sehr
markant. Kopf und Hals sind nackt und haben eine blaue bis violette Färbung. Am Hals
befinden sich dicke Hautwülste, die sich bei Erregung rot färben. Über dem Schnabel
hängt beim Hahn der häutige Klunker, während er bei der Henne und bei Jungvögeln wie
ein Hörnchen über dem Schnabel steht. Das Alter des Hahnes kann man an der Länge des
"Bartes", einem eigentümlichen Federpinsel auf der Brust, erkennen.
Das Truthuhn ernährt sich sowohl von Pflanzen (Sämereien, Wurzeln,
Nüsse usw.) als auch von Insekten, Schnecken und Amphibien und verschlingt sein Futter
unzerkaut. Zur schnelleren Verdauung, die im Muskelmagen erfolgt, verschluckt dieser Vogel
so genannte Mahlsteinchen.
Der amerikanische Politiker, Naturforscher und Schriftsteller Benjamin Franklin schlug
den Truthahn als amerikanischen Wappenvogel vor. Die Entscheidung fiel jedoch zugunsten
des Weißkopf-Seeadlers aus |
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